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Die Gedichte.

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GEDICHT / ENTSTANDEN 2006   ✳
Abschied & Freundschaft · 2006

Bis meiner Wochen Ende

Ein Abschied von einem Freund, der wie ein Bruder war.
Tränen leuchten in den Augen, weil du nicht bei uns bist,
Erinnerung und Liebe bleiben, was in unsern Herzen ist.
Ehrlichkeit und Verlässlichkeit waren dir zu eigen,
auf dem Weg des Lebens musstest du zu früh absteigen.
Ich verabschiede ein Stück von mir, nicht bis zum Wochenende,
ich verabschiede den Teil von mir – bis meiner Wochen Ende.
Ich hätte so viel drum gegeben, dich noch einmal nur zu seh'n,
die Augen so erfüllt von Leben – warum musstest du schon geh'n?
Wir teilten so viel Glück in so vielen unsrer Stunden,
nicht die Erinnerung – doch der Leib ist an die Zeit gebunden.
Es ist, als ob das Jahr gewittert, die Dunkelheit zieht zu,
und wahrhaft folgt nun unerbittert die ewig lange Ruh'.
Wir tragen nicht dasselbe Blut, und doch warst du mein Bruder,
ich hab dich viel zu kurz gekannt – die Welt ist aus dem Ruder.
Lebend warst du an der Spitze, auch hier gingst du voraus,
wir werden uns bald wiederseh'n in Gottes ew'gem Haus.
Doch unser Tag ist nicht gekommen, wir werden uns verspäten,
bis dahin warten wir benommen und werden für dich beten.
Ich wünsche mir mit ganzer Kraft: Wo du bist, ist's gut.
Ich hoff', du hast den Weg geschafft, ganz ohne Angst und Wut.
Lebe jeden deiner Tage, als ob's dein letzter wär',
das tatest du in jeder Lage – dein Leben war zwar kurz,
doch ganz bestimmt nicht leer!
Wie fandest du den Text?

Keine Pflicht. Aber ich bin neugierig.

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