ÜBER DIESE SEITE / UNNÖTIG PERSÖNLICH

Diese Seite gibt es in meinem richtigen Leben eigentlich gar nicht. Und doch ist sie ein Teil von mir.

Technisch abrufbar. In der Realität allerdings nicht selten: Fehler 401. Zugriff nicht autorisiert.

Ich verberge sie nicht. Spätestens ein Blick ins Impressum oder eine Domainabfrage verrät ohnehin, wer hier schreibt. Ich stelle sie nur nicht aktiv in den Vordergrund. Sie gehört eben eher in meinen Hinterhof als in mein Schaufenster.

Gedichte sind für mich der emotionale Weg, Dinge zu verarbeiten, die sich mit Logik allein nicht sortieren lassen. Was hier steht, ist eine Mischung aus Realität und Fiktion. Aus Nähe und Verfremdung, Tiefe und Oberfläche, Intellektualität und Emotionalität. Und manchmal aus all dem in ein und demselben Text.

Manches ist melodramatisch. Manches schielt auf den jeweiligen Zeitgeist, ohne deshalb unbedingt zeitgemäß zu sein. Manchmal mit Ironie, Selbstmitleid, Hoffnung oder Trotz. Manchmal schlicht eine schlechte Idee. Oder eine gute Idee, schlecht umgesetzt.

Die Texte sind über mehrere Jahrzehnte entstanden. Ich werde nicht so tun, als hielte ich das deshalb für eine bemerkenswerte literarische Entwicklung.

Ich habe weder eine literarische Ausbildung genossen noch vermute ich, außergewöhnliches Talent mein Eigen nennen zu dürfen. Ganz ehrlich: Einiges gefällt mir heute selbst nicht mehr besonders. Trotzdem sind diese Gedichte ich. Nicht vollständig. Nicht immer alles wirklich erlebt. Manches auch nur durchlebt.

Vielleicht zeige ich diese Seite ja irgendwann meinen Kindern. Damit sie sehen können, was in meinem Hinterhof stattgefunden hat. Und nicht nur das, was in meinem Schaufenster steht. Dass es Dinge gibt, die uns beschäftigen und bewegen, ohne dass sie produktiv sein müssen.

Vielleicht ist nach der industriellen Revolution und der Wissensrevolution die nächste ja eine emotionale. Ich weiß es nicht. Aber ich würde sie ganz gerne noch erleben.

Und selbstverständlich ist diese Seite, ganz dem Zeitgeist verpflichtet, effizient mit einem vollständigen AI-Workflow umgesetzt worden. Ein Widerspruch in sich? Vermutlich.

Aber nennen wir es doch für heute ambitionierte Ambivalenz. Klingt irgendwie besser. Und da es ja hier um Worte geht ...

Also gut. Die Gedichte. ↗